Dr. Google – Diagnose Hirnrissig

Aktualisiert: 27. Aug 2019

Nichts hat sich in den letzten Jahren so verändert wie die Technik und das Internet. Einen sehr grossen Teil dazu beigetragen hat Google. Für jede Frage weiss Google die Antwort. Ob man ein tschechisches Gulasch kochen möchte, den günstigsten Fernseher kaufen möchte oder mit Stricken anfangen möchte, Google liefert abertausende Tipps und Erklärungen für alles.

Für mich ist Google sehr wichtig, ich bin ehrlich, ich benutze Google mehrmals täglich. Es lässt mir keine Ruhe wenn ich im Gespräch den Namen eines Filmes oder Schauspieler oder was auch immer gerade nicht weiss. Jedes Mal endet die Suche auf Google mit einer verlässlichen Antwort. Ich erwische mich praktisch täglich, dass ich dieses Vorgehen auf alles andere auch schon übernommen habe.



Da ich sehr ungern zum Arzt gehe, da dieser meistens immer irgendetwas findet, was ich nicht wissen möchte bis es dann Akkut wird, habe ich dummerweise damit begonnen meine Symptome bei Google einzugeben, um heraus zu finden, was es sein könnte und welche Hausmittel mir helfen. Ein Fehler den ich am Ende sehr teuer bezahlen musste. Anfänglich waren die «Diagnosen» harmlos und die Hausmittelchen halfen in der Regel oder liessen mich zumindest wieder ruhig schlafen und so konnte sich dann auch der Körper regenerieren. Bis ich eines Tages eine sehr starke Migräne hatte und Google bei mir einen Hirnschlag «diagnostiziert» hat. Notfallmässig ging ich in s Spital. Ein Hirnschlag wurde schnell ausgeschlossen aber durch meine Sehstörung und den anderen Symptomen wurde ich dann sofort an die Neurologie weiter verwiesen. Von dort ging das Spiel nun weiter. 3 Monate lang wurde bei mir dann die Autoimmun-Krankheit multiple Sklerose vermutet. 3 Monate, welche ich auch nicht meinem grössten Feind wünschen würde. Zusätzlich etliche Untersuchungen und Tests und das ständige warten auf eine Diagnose oder irgend ein Licht am Ende des Tunnels.

Dieser Tag kam und die Diagnose war eine Hornhautverkrümmung und ein gereizter Nerv am Ellbogen.

Hätte ich damals diese Symptome nicht bei Google eingegeben, dann hätte ich zugewartet und wäre nach 3 Tagen zum Hausarzt welcher dann eine Migräne diagnostiziert hätte und mir ein Espresso mit Zitronenflüssigkeit empfohlen hätte. Aber ich denke diese Migräne wäre wohl in diesen 3 Tagen verflogen.

Danach habe ich bei Google noch spasseshalber ein paar Alltagssymptome eingegeben und hatte Laut Internet 3 verschiedene Krebse und war 2 mal Schwanger und dies als 33 Jähriger Mann! Deshalb Google ist Super aber kein Doktor.

PS: Als ich damals ständige Kontrollen und Untersuche hatte, bestätigten mir mehrere Ärzte und auch Spezialisten einen regen Zulauf von Notfallpatienten, die durch eine Internetdiagnose den Notarzt aufsuchen. Einen Trend der sich scher negativ auf die Prämien der Krankenkassen auswirkt und dann vielleicht sogar einen Arzt davon abhält einem anderen Menschen das Leben zu retten.


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